Manchmal ist es nicht der große Stress, der mich an meine Grenzen bringt.

Es sind die vielen kleinen Dinge.

Die Brotdose, die noch vorbereitet werden muss. Der Abwasch, der sich stapelt. Die Wäsche, die aufgehängt werden will. Mein Sohn, der bei seinem Puzzle meine Hilfe benötigt. Und vor allem die vielen kreisenden Gedanken im Kopf an das, was noch alles erledigt werden sollte.

Meine Schultern spannen sich an. Mein Atem wird flacher. Mein Kopf wird immer voller und voller.

Und irgendwann kommt dieser Moment, in dem sich alles einfach zu viel anfühlt.

Dann sehne ich mich nach einer großen Auszeit. Doch irgendwie kommt die nie. Was mir hingegen immer und sofort hilft, ist etwas viel Kleineres: bewusst zu atmen. Es klingt fast zu unscheinbar, um etwas zu bewirken. Und doch ist es so ergiebig. Und das Beste daran: Du musst dafür nicht auf Deinen freien Nachmittag warten, um wieder mehr Ruhe in Dir zu finden. Du brauchst nur einen einzigen Moment.

Warum Atmen so viel bewirken kann

Unser Atem begleitet uns jede Sekunde unseres Lebens.

Und doch nehmen wir ihn oft erst wahr, wenn wir gestresst sind.

Das Besondere daran: Der Atem ist direkt mit unserem Nervensystem verbunden. Wenn wir unter Druck stehen, wird er meist schnell und flach. Unser Körper schaltet in Alarmbereitschaft.

Atmen wir dagegen langsam, bewusst und in unseren Bauch hinein, senden wir ihm ein anderes Signal - eines, das Dir sagt:

  • Du bist sicher.
  • Du darfst loslassen.
  • Du musst nicht alles gleichzeitig schaffen.

Natürlich verschwinden dadurch nicht alle Herausforderungen des Alltags.

Aber oft entsteht genau das, was jede Mama dringend braucht: ein kleiner Moment der Ruhe, zwischen all den Anforderungen.

Wenn sich der Mama-Alltag insgesamt nach zu viel anfühlt, steckt oft mehr dahinter als ein voller Tag. Mehr dazu liest Du hier: Mama-Alltag überfordert: Was wirklich dahinter steckt.

Die 1-Minuten-Atemübung für zwischendurch

Diese Übung kannst Du jederzeit machen - in der Küche, beim Spaziergang oder während Dein Kind neben Dir spielt.

  1. Atme langsam durch die Nase ein und zähle bis vier.
  2. Halte den Atem für einen Moment.
  3. Atme durch den Mund aus und zähle bis sechs.
  4. Wiederhole das fünfmal.

Versuche dabei nicht, besonders „gut" zu atmen.

Es reicht völlig, einfach bewusst bei Deinem Atem zu bleiben.

Die Hand-aufs-Herz-Übung

Manche Tage fühlen sich schwer an.

Vielleicht bist Du erschöpft. Vielleicht zweifelst Du an Dir und kannst Dich nicht spüren. Möglicherweise hast Du das Gefühl, niemandem gerecht zu werden.

Dann kann diese kleine Übung helfen:

Lege eine Hand auf Dein Herz und die andere auf Deinen Bauch.

Atme langsam ein und aus.

Und sage Dir dabei (gern auch laut):

„Ich darf einen Moment durchatmen."
„Ich muss jetzt nicht alles lösen. Nur den nächsten Schritt."

Schon wenige Atemzüge können helfen, wieder bei Dir anzukommen.

Feines Spinnennetz im warmen Gegenlicht der Morgensonne zwischen Heidekraut und Gräsern

Wenn die Gedanken nicht aufhören

Viele von uns kennen das: Wir möchten kurz innehalten, aber der Kopf arbeitet einfach weiter.

Auch das ist völlig normal.

Versuche nicht, Deine Gedanken wegzuschieben.

Nimm sie einfach wahr, ohne sie zu bewerten.

Und richte Deine Aufmerksamkeit immer wieder sanft auf Deinen Atem zurück.

Nicht perfekt.

Nicht stundenlang.

Nur für diesen einen kleinen Augenblick.

Wenn der Druck gerade groß ist, kann Dir auch der kostenlose Mama-Guide helfen, einen ruhigen Moment für Dich zu finden.

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Kleine Atempausen im Mama-Alltag

Oft denken wir, Selbstfürsorge müsse groß sein.

Dabei sind es häufig die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen.

Eine bewusste Minute am Morgen.

Drei tiefe Atemzüge, bevor Du auf eine stressige Situation reagierst.

Eine kurze Pause am Fenster, in der Du für einen Moment etwas Schönes wirklich betrachtest.

Ein Moment der Stille, bevor der Tag weitergeht.

Diese kleinen Inseln der Ruhe nehmen Dir die Aufgaben des Tages nicht ab. Aber sie verändern, wie Du Dich dabei fühlst.

Du musst nicht alles verändern

Der Mama-Alltag wird nicht von heute auf morgen stressfrei.

Und das muss er auch nicht.

Manchmal reicht es, den nächsten Atemzug bewusst wahrzunehmen.

Denn Ruhe entsteht nicht erst dann, wenn alles erledigt ist.

Sie beginnt oft mitten im Chaos.

Mit einem kleinen Innehalten.

Mit dem nächsten Schritt - und der darf ganz klein sein.

Und wenn Du das Gefühl hast, Dich selbst gerade ein wenig verloren zu haben, findest Du hier einen sanften Weg zurück: Wie Du als Mama wieder mehr zu Dir selbst findest.